Monday, July 3, 2023

Antike römische Ruinen in deutschen Kohlengruben gefunden Archäologen haben im deutschen Braunkohle-Rheinland, wo der groß angelegte Kohlebergbau beginnen soll, unbezahlbare Ruinen antiker römischer Siedlungen ausgegraben.

 


Im Rheinischen Braunkohlerevier im Westen Deutschlands gibt es mehrere große Tagebaue. Die Gegend geriet Anfang des Jahres in die Schlagzeilen, als Klimaaktivisten im Dorf Lutserath eine Großdemonstration veranstalteten, um den Bergbau zu stoppen.


Die Auswirkungen des Kohleabbaus in dieser Gegend auf das Klima wurden viel diskutiert, aber nur wenige wissen, dass bei Ausgrabungen hier auch antike archäologische Überreste gefunden wurden. Dazu gehören auch die Überreste einer römischen Villa, die in der Nähe des Dorfes Lutserath entdeckt wurde.


Bisherige Entdeckungen haben gezeigt, dass einige dieser Überreste aus der Zeit stammen, als Julius Cäsar die Gallischen Kriege begann (58 bis 51 v. Chr.) und die alten Römer sich am Rhein niederließen und die dortigen germanischen Stämme vollständig auslöschten. Wie Trier und Aachen wurde auch die Stadt Köln von den Römern gegründet. Neben Köln entstanden in den umliegenden fruchtbaren Gebieten zahlreiche römische Siedlungen.


Alfred Schuler ist Archäologe. Er arbeitet im LVR-Amt für Bodendenkmalschutz im rheinischen Tietze bei Köln. Er erklärt: „Aus diesem Grund lagen die Felder und Scheunen der Römerzeit dicht beieinander und es gab damals hier kaum Wald. Fast alles wurde landwirtschaftlich genutzt.“


Schueller erklärt, wie hier Getreide angebaut und in andere Städte wie Neues oder Köln verkauft wurde. Auch wie sie an römische Soldaten geschickt wurden. Alle diese Lieferungen wurden für die städtische Bevölkerung hergestellt. Er sagte: „Diese Gegend war die Kornkammer des Römischen Reiches.“


Kohlebergbau und archäologische Schätze

Heute ist das Gebiet zwischen Köln, Aachen und Mönzengladbach als „Rheinisches Braunkollervier“, also Braunkohlegebiet in Deutschland, bekannt.


Die Menschen kennen diesen Ort heute eher als Braunkohleabbaugebiet denn als antikes römisches Gebiet. Im Januar versammelten sich Tausende Umweltaktivisten im Dorf Lütsrath, um den Ausbau des Kohlebergbaus durch den deutschen Kohleriesen RWE zu stoppen. Darunter auch Greta Thunberg, die Gründerin von Fridays for Future.


Das Bergbauunternehmen hat mit Hilfe von Maschinen eine riesige Grube angelegt, die nicht nur umliegende Dörfer zerstört, sondern möglicherweise auch die Überreste antiker Siedlungen vernichtet. Zum Schutz dieses Kulturerbes gründeten das RWE, das Land NRW und der LVR 1990 gemeinsam die Archäologische Stiftung mit dem Ziel, die archäologischen Überreste zu lokalisieren.


Robin Peters erzählt der DW, wie Experten vorab feststellen, in welchen Teilen eines Bergwerks sich möglicherweise wertvolle Antiquitäten unter der Erde befinden.


Er sagte: „Archäologische Ausgrabungen werden bereits vor Beginn des Kohleabbaus durchgeführt. Wir graben immer dort, wo es keine Ausgrabungen für den Kohleabbau gibt. Wo es einen Tagebau gibt, gibt es keine archäologischen Überreste mehr.“


Er erklärt weiter: „Wir versuchen, wichtige Informationen aus dem Boden zu extrahieren. Durch langsames Abtragen der Bodenoberfläche und mithilfe der Bodenbeschaffenheit versuchen wir, die Rückstände zu finden.“ Er weist auf die verfärbten Überreste hin und sagt, dass es sich um Holzgebäude, Pfostenlöcher, Mauerreste oder Fundamentreste handeln könnte.


Römisches Grab zu Brunnen

So entdeckten Experten kürzlich das Grab einer römischen Priesterin in Borsheimisch bei Köln. Experten sagten, dass die Priesterin zu Beginn des zweiten Jahrhunderts eingeäschert wurde. Vor der Beerdigung wurde der Leichnam in aus Gold gewebte Kleidung gekleidet und über seinem Grab wurde ein hölzerner Tempel errichtet.


Archäologen fanden außerdem Schildpattschnitzereien römischer und ägyptischer Götter, Holzkisten und einen Klappstuhl. Laut Archäologen gilt dieses Grab als eines der aufwendigsten Grabstätten in der römischen Provinz Niedergermanien.


Schuler beschrieb das Grab als etwas Besonderes und sagte, dass die Menschen damals ihre eigenen Vorstellungen von den Göttern hatten und zu ihnen beteten. Er sagte: „Sie haben ihren Glauben an die Götter in diese römischen Figuren eingraviert. Sie haben zu diesen Figuren gebetet. Damit haben sie jemanden geehrt, der völlig anders war als sie.“


Schuller sagte auch: „Die Römer waren sehr aufgeschlossen und tolerant. Solange niemand die römischen Götter Jupiter, Juno und Minerva offiziell anerkannt hatte, konnten sie beten, zu wem sie wollten.“


Im Jahr 2020 entdeckten Archäologen in Hambach einen antiken Brunnen. Aufgrund des alten Waldes ist dieses Gebiet auch zu einem Anziehungspunkt für Klimaaktivisten geworden. Im Brunnen erschien eine Säule mit dem Idol von Brihaspati in der Mitte.


Insgesamt sind Hunderte von Antiquitäten in den Gebieten vergraben, in denen Kohle abgebaut wird, was in den letzten Jahrzehnten entdeckt wurde. Es wird erwartet, dass in Zukunft noch viele weitere Überreste entdeckt werden.


Schuler und Peters, die am LVR arbeiten, freuen sich, eine neue Entdeckung von ihnen zu enthüllen. Sie haben einen kleinen, runden Palast aus dem Mittelalter ausgegraben. Schuler sagt: „Es handelt sich nicht um ein antikes römisches Relikt, sondern um eines aus der Römerzeit. Es wurde fotografiert, skizziert, vermessen und an das Museum geschickt.“



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